Sparda-Bank Baden-Württemberg eG

Mögliche Gefahren bei der Nutzung Ihres Smartphones

Wie alle anderen neuen Medien auch ist das Handy beliebtes Manipulationsobjekt krimineller Hacker und eine beliebte Möglichkeit anderer Krimineller, Jugendliche, aber auch Erwachsene abzuzocken.

Die häufigsten Gefahren haben wir Ihnen im Foglenden aufgelistet:.

In-App-Käufe

Sie kennen es bestimmt, Sie haben eine Spiele-App installiert und werden laufend dazu aufgefordert Extras zu kaufen. Egal ob ein Klassiker wie Candy Crush oder der neuste Hit im Store, wenn Sie das Ziel schneller erreichen wollen, müssen Sie irgendwelche Booster oder Zusätze erwerben. Neue Leben, Extras oder zusätzliche Items, die es im regulären bzw. kostenlosen Spiel nicht gibt. Das Blöde ist, dass viele Spiele oder Apps so ausgelegt sind, dass Sie sie nur erfolgreich abschließen bzw. hochleveln können, wenn Sie diese Extras haben. Solche Apps nennt man Freemium-Apps. Diese sind eine Mischung aus Free (übersetzt: "umsonst") und Premium (also "kostenpflichtig"). Das bedeutet, dass Sie das Spiel zwar umsonst bekommen, aber für bestimmte Inhalte Geld bezahlen müssen.

Das Problem: Oft merkt man nicht mal, dass dafür auf den App-Store zugegriffen wird, da nur eine winzige Notiz innerhalb der App aufspringt. Einmal falsch geklickt und schon muss bezahlt werden. (Im schlechtesten Fall bemerkt man einen solchen Fehlklick erst beim Blick auf die nächste Handyrechnung.) Leider kosten In-App-Käufe häufig ein kleines Vermögen, weil man nicht nur einmal, sondern immer wieder "einkauft". Daher unser Tipp: Wenn Sie nichts kaufen wollen, stellen Sie doch die Funktion "In-App-Kauf" einfach ab. Wie das geht? Wir haben hier eine Anleitung für Sie:

iOS:

  1. Gehen Sie in die Einstellungen Ihres Geräts.
  2. Wählen Sie dort den Punkt "Bildschirmzeit" aus.
  3. Aktivieren Sie die "Bildschirmzeit" und wählen Sie dann "Weiter" bzw. "mein iPhone" aus.
  4. Unser "Beschränkungen" können Sie diese aktivieren.
  5. Tippen Sie dann auf "Store-Käufe & erneute Downloads".
  6. Hier wählen Sie hinter "In-App-Käufe" einfach "Nicht erlauben" aus. Fertig.

Android:

  1. Öffnen Sie den Google Play Store und wählen Sie dort die Einstellungen aus.
  2. Wählen Sie den Punkt "Authentifizierung für Käufe erforderlich" aus - dieser Menüpunkt kann auch anders heißen, beispielsweise "PIN festlegen oder ändern".
  3. Setzen Sie die Auswahl auf "Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät". Ab sofort wird bei jedem Kauf auch bei In-App-Käufen, das Kennwort für den Google-Account abgefragt.

Abofallen

Abofallen verstecken sich gerne hinter, auf den ersten Blick nicht als Werbung erkennbaren Elementen, die sich dann als solche entpuppen oder sogar auf Webseiten, die über Links erreichbar sind, die auf häufigen Vertippern, Buchstabendrehern oder typsichen Rechtschreibfehlern basieren. Zwar gilt in Deutschland, das Preiese angegeben werden müssen, dennoch ist die Gestaltung bei zwielichtigen Angeboten meist so unübersichtlich, dass man die anfallenden Kosten leicht übersieht. Wie teuer das "Schnäppchen" tatsächlich war, sieht man meist erst beim Blick auf die nächste Handyrechnung.
Beliebt sind auch Abofallen, die mit einer SMS starten, die behauptet, dass ein Abo abgeschlossen wurde. Auch wenn man sicher ist, dass man selbst keines abgeschlossen hat ist wichtig, hierauf mit einem Widerspruch bzw. einer Kündigung beim Anbieter des Dienstes zu reagieren, um Folgekosten zu vermeiden.

Tipp: Es ist möglich, solche Dienste generell sperren zu lassen. Dazu einfach den Mobilfunkanbieter kontaktieren und nach Drittanbieter- sowie Premiumdienstsperre fragen. Letzteres ist auch für Smartphones vom Nachwuchs sinnvoll, da damit u. a. Erotikdienste geblockt werden.

Betrüger

Die „Gratis"-Falle

Wie fatal die Macht des Wörtchens „gratis" sein kann, erfahren viele Handynutzer immer wieder am eigenen Leib. Wenn Angebote kostenlose Dienste anbieten, steckt oft mehr dahinter: Im Kleingedruckten wird der Gratis-Dienst nicht selten abgeschwächt oder verwandelt sich gar in einen echten Geldfresser. Wer in solche Fallen tappt, hat am Ende meist noch größere Kosten als bei seriösen Anbietern der gleichen Leistung.

Ping-Anrufe

Trickbetrüger setzen auf die Gutgläubigkeit und Naivität ihrer Opfer.

Eine übliche Variante sogenannter Ping-Anrufe ist das Anrufen fremder Handys mit einer Ping-Nummer. Den Angerufenen soll so eine Aktion dazu verleiten, die Nummer zurückzurufen - und das ist teuer. Andere Trickbetrüger schicken willkürlich SMS mit der Bitte, sie zurückzurufen - oft mit einer Formulierung, die vermuten lässt, ein Bekannter habe die SMS geschrieben.

Tipps:

  • Vorsicht beim Rückruf unbekannter Nummern. Wer Sie wirklich erreichen will, ruft noch mal an oder spricht Ihnen auf die Mailbox.
  • Sollten Sie Opfer eines Lockanrufs geworden sein, haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Bundesnetzagentur* zu melden. Diese kann gegen den Anbieter vorgehen.
  • Wenn Sie gar nicht mehr weiter wissen, fragen Sie in unserem Anwalts-Chat* den Rechtsanwalt nach ein paar Tipps, wie Sie Ihr Geld wiederbekommen.

Der Bundesgerichtshof hat übrigens entschieden, dass Ping-Anrufe strafbar sind. Dennoch hält das bestimmte Personen nicht davon ab, Ping-Anrufe zu nutzen, um Leute abzuzocken. Achten Sie deswegen auf unsere Tipps!

Gefahr für persönliche Daten
Bestimmt haben Sie in den Medien schon des Öfteren etwas von Clouds oder vom Cloud-Computing gehört. Dabei werden Programme auf dem eigenen Rechner oder dem Smartphone ausgeführt, die dort nicht installiert sind, sondern über das Internet aus einer Cloud (engl. Wolke) aufgerufen werden.
Immer mehr Anbieter wie Amazon, Google oder die Telekom stellen Ihren Kunden Cloud-Speicherplatz zur Verfügung, auf den sie bequem zugreifen können. Die Vorteile: Erstens verstopfen die ausgelagerten Urlaubsfotos oder Musikdateien nicht mehr den eigenen Speicher des Smartphones, Tablets oder PCs. Zweitens müssen die Daten nur noch ein einziges Mal in der Cloud abgespeichert werden, können aber gleichzeitig von vielen verschiedenen Geräten genutzt werden.

Selbstverständlich birgt die Technik auch Risiken. Daten, die Sie als Nutzer in die Cloud hochladen, befinden sich auf riesigen Computern Ihres Anbieters. Wo die stehen, lässt sich oftmals überhaupt nicht genau bestimmen. Außerdem können Ihre persönlichsten Daten durch die Auslagerung in fremde Hände gelangen, für die sie doch niemals bestimmt waren. Betrüger bekommen so überhaupt erst die Möglichkeit, mithilfe gefälschter Links oder Internetseiten auf Daten zuzugreifen, die früher deutlich sicherer auf Ihren Endgeräten gespeichert waren.

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