Ein grüner Wald ist von oben fotografiert. Die Baumkronen stehen spitz hervor.

Stiftung Umwelt und Natur

Im Jahr 2020 haben wir die Stiftung Umwelt und Natur gegründet, weil aktives Engagement im Klimaschutz dringend notwendig ist. Die Klimakrise ist real, sie ist hier – und sie betrifft uns alle. Auch hier im Ländle. Extremwetter, Waldsterben, der Verlust von Artenvielfalt: Auch in Baden-Württemberg erleben wir die Folgen unmittelbar. Welche Projekte unterstützt die Stiftung konkret? Solche, die tatsächlich wirken: durch Aufforstung, Denaturierung und Umweltbildung.

Umwelt schützen, Bewusstsein schaffen

Umwelt- und Klimaschutz sind Teil unserer DNA als Genossenschaftsbank. Nachhaltigkeit prägt uns seit unserer Gründung; die Verantwortung für die kommenden Generationen ist unser innerstes Prinzip. Mit der Stiftung Umwelt und Natur setzen wir diesen Gedanken konsequent fort: Wir pflanzen nicht nur Bäume, sondern schaffen Bewusstsein. Denn nachhaltiger Umweltschutz braucht Menschen, die verstehen, warum eine intakte Natur die Grundlage für unser aller Leben ist.

Unser Ansatz ist ganzheitlich: Wir verbinden praktischen Naturschutz mit Bildungsarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Nur wer die Zusammenhänge begreift, kann auch langfristig Verantwortung übernehmen. Deshalb fördern wir Projekte, die beides leisten: konkrete Verbesserungen in der Natur und gleichzeitig Wissen über ökologische Zusammenhänge. Ob Baumpflanzaktionen mit waldpädagogischer Begleitung, die Renaturierung von Gewässern oder Klimaschutzprojekte zu Biodiversität und ökologischer Landwirtschaft: Unsere Förderung setzt auf Nachhaltigkeit im doppelten Sinn, auf Klimaschutz und Umweltbildung hier in Baden-Württemberg. So entstehen nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern es wächst auch eine Generation heran, die Umwelt- und Klimaschutz aktiv mitgestaltet.

So sorgt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für echte Naturerlebnisse

Die SDW Baden-Württemberg bietet umfassende waldpädagogische Programme für Kitas, Schulen und Erwachsene – in Baden-Württemberg, aber auch bundesweit und international. Mit ihren Waldmobilen bringt die Schutzgemeinschaft den Wald direkt zu den Menschen: Schulklassen erleben forschendes Lernen im Grünen, Kindergartenkinder entdecken die Natur spielerisch, und bei Fortbildungen werden Lehrkräfte und Pädagoginnen fit gemacht für Wald, Waldpädagogik und Aufforstung.

Neben der Bildungsarbeit engagiert sich die SDW BW aktiv für Baumpflanzaktionen und den Erhalt klimastabiler Mischwälder. Besondere Projekte wie „Rettet die Kastanie“, der Tag des Baumes oder die Pflege von Grinden am Schliffkopf zeigen: Waldschutz und Wildnispädagogik sind im Ländle nicht nur graue Theorie, sondern gelebte Praxis. Mit 20 ehrenamtlich tätigen Kreisverbänden, einem eigenen Wald in Ammertsweiler und der Waldjugend für junge Waldbegeisterte ist die SDW BW tief in der Region verwurzelt – wie wir das als Sparda BW auch sind. Freude am Wald und Engagement für seinen Schutz gehen Hand in Hand, und genau das macht diese Partnerschaft so wertvoll.

Junger Mensch hält ein handgemaltes Protestschild mit der Botschaft ‚There’s no Planet B‘ und einer Illustration der Erde zum Thema Klimaschutz.

Wie bringt das Projekt Climate Stories den Klimawandel in den Unterricht?

  1. Wie erleben Jugendliche in Deutschland die Folgen des Klimawandels hautnah, wenn Dürren, Überschwemmungen und steigende Meeresspiegel für sie weit entfernt scheinen? Das Bildungsprojekt Climate Stories schafft direkte Begegnungen: Junge Menschen aus Ägypten, Uganda und Indonesien – sogenannte Klimazeuginnen und Klimazeugen – berichten deutschen Schulklassen per Videokonferenz von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Klimakrise. Sie erzählen von versinkenden Inseln, vertrockneten Feldern und Regenwäldern, die in Flammen stehen.

Was abstrakte Zahlen nicht schaffen, gelingt durch diese individuellen Geschichten: Die Schülerinnen und Schüler verstehen plötzlich, dass der Klimawandel keine ferne Bedrohung ist, sondern bereits heute das Leben von Millionen Menschen massiv verändert. Die Workshops verbinden globale Zusammenhänge mit lokalem Handeln und zeigen, dass Klimaschutz uns alle angeht – egal wo wir leben.

Seit 2023 hat die Stuttgarter NGO Fairventures Worldwide mit dem Climate-Stories-Projekt bereits über 1.800 Jugendliche mit Betroffenen aus dem Globalen Süden in über 80 digitalen Begegnungen zusammengebracht. 75 Prozent der Teilnehmenden geben an, sich nach dem Workshop stärker für den Klimaschutz engagieren zu wollen. Seit 2025 unterstützt die Stiftung Umwelt und Natur dieses wichtige Projekt zum Klimawandel im Unterricht, für eine Generation, die Klimaschutz versteht und umsetzt.

Honigbiene sammelt Pollen auf einer weißen Blüte in Nahaufnahme.

Wie Mellifera e. V. den Wildbienenschutz fördert

Bienen machen Schule! Und sie vermitteln dabei weit mehr als nur Wissen über Honig und Bestäubung. Der gemeinnützige Verein Mellifera e. V. setzt sich seit über 35 Jahren für wesensgemäße Bienenhaltung, Wildbienenschutz und den Erhalt blühender Lebensräume ein. Mit der Initiative „Bienen machen Schule“ bringt Mellifera Kinder und Jugendliche mit der faszinierenden Welt der Bienen zusammen – durch Unterrichtsmaterialien, bienenpädagogische Fortbildungen und die bundesweite Vernetzung von Imkerinnen, Imkern und Pädagoginnen und Pädagogen.

Das Spektrum reicht von der Bienenkiste über das Netzwerk Blühende Landschaft, das Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Garten und Natur verbindet, bis zu Bildungsangeboten, die ökologische Zusammenhänge greifbar machen. Ob durch Blühpatenschaften, praktische Imkerkurse oder die Arbeit in der Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle: Mellifera schafft das Bewusstsein dafür, dass Bienengesundheit und biologische Vielfalt untrennbar mit unserem eigenen Wohlergehen verbunden sind. Die Partnerschaft mit der Stiftung Umwelt und Natur trägt dazu bei, dass diese wichtige Bildungs- und Naturschutzarbeit weitergeht – für eine Zukunft, in der es weiter summt, brummt und blüht.