Jagstzell, Obergröningen und Tannhausen sind um 3.000 Bäume reicher
08.01.26
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Am 17. Dezember fand im Gemeindewald Jagstzell die symbolische Baumspendenübergabe von insgesamt 3.000 Bäumen an die Gemeinden Jagstzell, Obergröningen und Tannhausen im Ostalbkreis statt. Gespendet wurden die Setzlinge von der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Diese setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 unter anderem aktiv für den Schutz der baden-württembergischen Wälder ein. Dafür wurden im Jahr 2025 insgesamt 20.000 Bäume gepflanzt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) ist dabei Kooperationspartnerin und findet geeignete Flächen in interessierten Kommunen.

Johannes Gugel, Forstrevierleiter in Jagstzell, gibt einen Überblick über die Pflanzfläche im Jagstzeller Gemeindewald, auf der die Baumspendenübergabe stattfindet. Dort wurde nach Borkenkäferschaden der alte Fichtenbestand 2024 geräumt. Nun wurde die Fläche mit klimastabilen und standortsangepassten Baumarten – vorwiegend Eichen sowie Flatterulmen und Hainbuchen neu bestockt. Zum Schutz der jungen Bäume vor Wildverbiss wurden biologisch abbaubare Wuchshüllen angebracht. Aber nicht nur in Jagstzell wurden mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank BW Bäume gepflanzt: „Nach Sturm- und Käferschaden wurden auch in Obergröningen und Tannhausen Eichen, Spitzahorn, Flatterulmen, Hainbuchen und Kirschen gepflanzt. In Tannhausen kamen noch Roterlen dazu. Auf allen drei Flächen tragen diese vielseitigen Baumarten zu einem artenreichen Mischwald bei, der den Herausforderungen der Zukunft besser gewachsen sein wird“, ergänzt Marc Weingart, Forstrevierleiter Obergröningen.
„Der Waldumbau ist eine große und wichtige Aufgabe. Wir möchten den Wald mit seinen vielfältigen Funktionen für kommende Generationen erhalten – dazu braucht es neben der Vielfalt der Bäume auch starke Partner. Wir freuen uns daher sehr über die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank sowie die Vermittlung durch die SDW BW. Die 3.000 neu gepflanzten Bäume in Jagstzell, Obergröningen und Tannhausen sind ein Symbol unserer Zusammenarbeit für den Wald der Zukunft“, so Patrick Peukert, Bürgermeister von Jagstzell.
„Verantwortung in der Region zu übernehmen, ist seit Beginn an Leitmotiv unseres Tuns. Ein wichtiger Bestandteil ist seit vielen Jahren auch unser nachhaltiges Engagement“, so Lilia Wolf Leiterin der Sparda-Bank Filiale in Aalen. „Für uns ist Nachhaltigkeit kein Trend, sondern Verantwortung. Darum setzen wir auf ganzheitliche Maßnahmen – und dazu gehört auch das Pflanzen von Bäumen. Denn Aufforstung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um CO₂ zu binden und den Klimawandel zu bekämpfen“, so Lilia Wolf weiter.
Laura Peters, stellvertretende Landesgeschäftsführerin der SDW BW, betont: „Für die SDW ist jeder gepflanzte Baum ein großer Erfolg und zudem eine Anknüpfung an eine unserer Gründungsideen: neben der Waldpädagogischen Arbeit sind Baumpflanzungen bis heute zentrales Element der Vereinsarbeit. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit.“ Die SDW BW bewirtschafte keine eigenen Waldflächen sondern sei eine zentrale Vermittlungsstelle zwischen nachhaltig begeisterten Unternehmen und Stiftungen, die finanzielle Unterstützung bieten, und Waldbewirtschaftern, die mit diesen Mitteln zum Erhalt oder der Herstellung von Waldflächen beitragen. „So hat die Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank gemeinsam mit der SDW BW seit 2017 über 220.000 Bäume gepflanzt – ein starker Betrag für den Wald in Baden-Württemberg“, schließt Laura Peters ab.