2.000 Bäume für den Ammerbucher Wald
03.02.26
4 min
Am 3. Februar fand im Schonwald Hardtwald die symbolische Baumspendenübergabe von 2.000 Bäumen an die Gemeinde Ammerbuch statt. Gespendet wurden die Setzlinge von der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Diese setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 unter anderem aktiv für den Schutz des Baden-Württemberger Waldes ein. Dafür sollen im Jahr 2026 insgesamt 20.000 Bäume gepflanzt werden. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) ist dabei Kooperationspartnerin und findet geeignete Flächen in interessierten Kommunen.

Die 0,4 ha große Pflanzfläche im Gemeindewald Ammerbuch liegt im Gebiet des Schonwald Hardtwald – was den Standort zu etwas Besonderem macht: In einem Schonwald ist die Bewirtschaftung eines Waldes zwar erlaubt, unterliegt aber Einschränkungen. „Wie alle Schonwälder hat auch der Hardtwald einen bestimmten Schutzzweck“, erklärt Johannes Scheit, Forstrevierleiter Rottenburg-Ammerbuch. „Hier ist das Ziel, alte Laubbaumarten wieder anzusiedeln und die Nadelhölzer zurück zu drängen.“ Die Fichten, die zuvor auf der Fläche standen, seien mit dem tonhaltigen Boden ohnehin nicht gut zurechtgekommen, wurden von Stürmen geworfen oder fielen dem Borkenkäfer zum Opfer. „Wir haben dann einen Knopf dran gemacht, die ganze Fläche geräumt und zu 80% mit Eichen und zusätzlich mit Elsbeeren und Feldahornen bepflanzt. Mit dieser Mischung soll hier ein standortgerechter und widerstandsfähiger Wald entstehen.“ Um die Fläche wurde ein Zaun angebracht, der die jungen Pflanzen vor hungrigem Wild schützt.
Die Gemeinde Ammerbuch freue sich außerordentlich über die Spende der 2.000 Bäume, sagt Maurice Straub, Referent der Bürgermeisterin von Ammerbuch, in seinem Grußwort. „Die Spende ist ein starkes Zeichen für nachhaltiges Engagement und gelebte Verantwortung für unsere Wälder. Unser herzlicher Dank gilt der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank sowie der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für diese wertvolle Unterstützung. Ebenso danken wir unserem Forstteam für sein Engagement im Zusammenhang mit der Pflanzmaßnahme. Die Pflanzung leistet einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt unserer kommunalen Waldflächen.“
Alex Keck, Filialleiter der Sparda-Bank Tübingen, betont wie wichtig es ist, gemeinsam Verantwortung für die Welt von morgen zu übernehmen: „Die Sparda-Bank ist nicht nur in finanziellen Fragen, sondern auch in sozialen, kulturellen und ökologischen Belangen ein starker Partner für die Menschen in der Region.“ Mit der Stiftung Umwelt und Natur engagiere sich die Sparda-Bank seit Jahren für Nachhaltigkeit. „Dabei setzen wir auf ganzheitliche Maßnahmen – dazu gehört auch das Pflanzen von Bäumen. Denn Aufforstung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um CO₂ zu binden und den Klimawandel zu bekämpfen“, so Alex Keck weiter.
Auch Laura Peters, stellvertretende Landesgeschäftsführerin der SDW BW, freut sich über die starke Zusammenarbeit für den Wald: „Für die SDW ist jeder gepflanzte Baum ein großer Erfolg und zudem eine Anknüpfung an eine unserer Gründungsideen: neben der Waldpädagogischen Arbeit sind Baumpflanzungen bis heute zentrales Element der Vereinsarbeit.“ Die SDW BW bewirtschafte keine eigenen Waldflächen sondern sei eine zentrale Vermittlungsstelle zwischen nachhaltig begeisterten Unternehmen und Stiftungen, die finanzielle Unterstützung bieten, und Waldbewirtschaftern, die mit diesen Mitteln zum Erhalt oder der Herstellung von Waldflächen beitragen. „So hat die Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank gemeinsam mit der SDW BW seit 2017 über 240.000 Bäume gepflanzt – ein starker Betrag für den Wald in Baden-Württemberg“, schließt Laura Peters ab.